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Bauphysik

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  1. Jetzt hatte ich doch glatt meinen 12.04.02 08:50:50 MET
    wenn auch falschen Namen vergessen drunterzuschreiben.
    Name: Energiesparer
  2. liebster Herr Fischer 12.04.02 10:34:26 MET
    Ich zitiere Sie nochmals: Zitat Anfang:Das würde mich dann doch noch interessieren, wer außer dem liebsten Energiesparer und dem allerliebsten Hausertis diese Geistesleistung zu teilen bereit ist. Da genügt ein kürzester Beitrag, der dann genug erheitern wird. Zitat Ende.
    Nun hatte ich mich ja in der Tat dazu hinreißen lassen, auf Ihre Einlassungen zur "Geistesleistung" einzugehen. Hat der denn nun auch genug erheitert Herr Fischer? Es war mir ein Vergnügen Ihnen in dieser Hinsicht dienlich zu sein.
    Name: Energiesparer
  3. Nun aber mal ehrlich: 12.04.02 11:29:15 MET
    Was wäre denn der hier so hartnäckig konstruierte Unterschied zwischen dem Experiment und meiner Homepage betr. Dämmung? Daß Leichtbaustoffe mangels Speicherkapazität energetisch nix taugen, zeigt mein s.g. Professorenrätsel, das übrigens ebenso wie das Lif. Exp. auch von 100% der Befragten zunächst falsch aufgelöst wird, seit Jahren.
    Und selbstverständlich habe ich das Experimentergebnis vorher tendenziell richtig vorausgesehen. Das geht schon aus meinem Prof.-Rätsel hervor. Das Schöne und publikumswirksam Neue ist dabei nur, daß man das nun so schön in nur 10 Minuten vorführen kann. Was soll denn daran so ehrenrührig sein? Da darf man schon über die Geisteskraft dieser Fraktion nachdenken. Selbst als Rhetoriktrick taugen Unterstellungen und Verdrehungen nämlich nur für einfachste Gemüter oder Neidhammel. Daß hier ein Widerspruch zwischen dem Experiment und irgendeiner meiner Aussagen (und nur die sind maßgeblich, da ich ja auch einige andere interessante Autoren für meine Homepage gewinnen konnte, die dann für ihre Sache selber gradstehn) hervortreten würde - wo denn bitteschön? Hätte ich da was übersehen? Und die exzessive Wortklauberei, was soll denn das? Ehrliche Gesinnung oder lächerliche Rechthaberei, wo sonst nix geboten wird? Wobei ich das ausdrücklich offen lasse.
    Übrigens geht es mir nicht nur um den Schimmel und die Feuchteschäden durch wenig dauerstabile Raumabdichtung, sondern auch um die traurige Tatsache, daß das Lif.Ex. zeigt, was die Praxis vormacht: Der wirtschaftlicher Erfolg durch Dämmen mit Leichtbaustoffen ist mangels technischer/energetisch sinnvoller Wirkung unmöglich. Das Gegenteil mag meinetwegen aus Rechnenphantasien hervorgehen (da nehme ich die Ziegelgrafik Herrn Langes aus), hat aber mit der Praxis nichts zu tun. Das wird nun hier nicht glaubwürdig widerlegt. Anstelle dessen: heißer Streit um des Kaisers Bart, ob er nun Wärme oder Temperatur oder Hitze heißen mag! Problem der Rechenfraktion: Sie glauben an Formeln, die durch die Praxis und z.B. Meiers wissenschaftlich abgestützte Kritik widerlegt sind. Ob ein Lexikon mal unrecht gehabt hätte, ob warme Hitze temperiert sein mag, wo Meier seine akademischen Grade her hat, kein Nebenthema ist zu dürftig, um nicht als "hausertisches" Argument (das eben in der Sache nichts bringt) ausgebeutet zu werden. Nichts tut offenbar mehr weh, als entlarvte Fiktionen, deswegen die von "Mitdiskutanten" teils bevorzugte "Rhetorik", die einem auch die interessanteste Sachdiskussion vermiesen kann. Soll man dafür noch Mitleid heucheln? Und wo soll hier die Überzeugungsarbeit ansetzen, wenn die Praxis in der hier vorgeführten verschärften Form ausgeblendet bleibt? Die leider für Manche peinliche Wahrheit in der Sache entscheidet nicht der Rechentrick, sie offenbart sich am Bau und im Geldbeutel des Bauherrn. Dafür braucht nicht einmal das kleine Einmaleins ausgeschöpft zu werden, da man das an einem Finger abzählen kann. Übrigens habe ich nirgends behauptet, daß hier jemand ein industriegesponsorter Rechenknecht sei. Eher neigt man dem industriefreundlichen Rechnen zu sehr zu, aber darauf konnte sogar ich im Einzelfall schon reinfallen - und daraus aber Lehren ziehen. Zum Schimmel: Wer das Molliersche Diagramm und die Fälle der Praxis versteht, weiß, daß Dämmung die Schimmelgefahr abgedichteter Buden nicht beseitigen kann. Vor allem nicht, wenn sie wie überall absäuft und die Wand von außen mit schimmel- und heizkostenfördernder Zusatzfeuchte versorgt bis zum Abwinken. Aus übrigens bauphysikalischen Gründen, die Kollege Bromm zumindest ja ausreichend überblickt. Weiterer Unterbau siehe Zusatzlinks.
    Weiterführende Links:
      - http://www.konrad-fischer-info.de/7schim.htm
      - http://www.konrad-fischer-info.de/7wsvoant.htm
      - http://www.konrad-fischer-info.de/2wsvoant.htm
      - http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm
      - http://www.prof-meier-bauphysik.de
    Name: Konrad Fischer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.konrad-fischer-info.de
  4. Info für alle, die das nicht gesehen haben: Mitschnitt der Fernsehsendung "Globus" 12.04.02 11:38:57 MET
    Hausbesitzer werden seit Februar vom Gesetzgeber in die Pflicht genommen. Wer neu baut oder umbaut, der muss Energie sparen. Die neue Energiesparverordnung verlangt jetzt aktive Wärmedämmung und kurbelt die Nachfrage nach moderner Heizungstechnik, nach Dämmstoffen und nach neuen Trends an.
    Früher, da waren die Häuser aus massiven Mauersteinen, wie die alten Burgen. Später kamen dann schon die etwas neueren Lochziegel hinzu und heute, da sind ganz moderne Verbundwerkstoffe auf dem Markt. Durch diese unterschiedlichen Materialien, da geht Wärme unterschiedlich schnell durch. Das lässt sich verhindern, indem man das Haus mit Dämmstoffen richtig "einpackt".
    Aber durch neue Baumethoden und dichtere Fenster wurde auch der Luftaustausch immer schlechter. Was nun wirksame und fürs Wohnklima gute Dämmstoffe sind, da haben die Fachleute sehr unterschiedliche Meinungen und stellen sogar Messmethoden in Frage. Die Leidtragenden sind die Hausbewohner und ihre Gesundheit. Im früheren Kinderzimmer der Familie Tremmel in Starnberg. Heute eine Rumpelkammer. Der Raum ist voller Schimmel. Egmund Bromm will ihn begutachten. Er ist Experte für Hausschwamm und Schimmel.
    (Frau Tremmel:)
    "Also, angefangen hat's hier, und zwar ganz leichte schwarze Striche und Punkte." Die Schimmelbelastung in Innenräumen nimmt seit ein paar Jahren drastisch zu. Zu dichte Fenster und Feuchte in den Wohnungen sind häufig die Ursachen. Die Bekämpfung mit handelsüblichen Mitteln ist meist erfolglos.
    (SV Bromm:)
    "Das sind eben die kältesten Stellen, und da können Sie obendrauf schmieren und streichen, was Sie wollen - das bringt also so nicht viel. Da müssen wir die Ursache beseitigen und die Ursache kann nicht hier innen beseitigt werden. Sie können bloß immer eine ganz gewisse oberflächige Maßnahme durchführen." Das Gesundheitsamt lässt die Wohnung untersuchen. Sieben verschiedene Schimmelpilze werden gefunden. Einige davon können die Gesundheit schwer schädigen. Vor allem allergieanfällige Menschen sind gefährdet, wie Andreas Tremmel, der Sohn. Er bekommt schweres Asthma, darf deshalb die Wohnung nicht mehr betreten. Auch die Tochter Sabrina muss immer wieder ins Krankenhaus. Auf ihrer Kopfhaut bilden sich offene Stellen, die nur noch mit starken Antibiotika zu bekämpfen sind. Sobald wie möglich wollen die Tremmels nun ausziehen.
    (Frage:) "Tut das weh?" (Sabrina:) Ja, das tut weh!"
    (Frau Tremmel:) "Sie bluten, man darf nicht hinkommen. Sie wurden mehrmals behandelt. Der Andreas hat in der Zwischenzeit schon schweres Asthma bekommen, sodass er auch mit dem Notarzt abgeholt worden ist." "Die Wirkstoffe der Schimmelpilze schädigen vor allem die Schleimhäute, greifen das Immunsystem an oder wirken hochgradig neurotoxisch", so der Weißenburger Umweltarzt Frank Bartram. "Das sind gasförmig an die Raumluft abgegebene Substanzen oder an Sporen gebunden, die wir einatmen. Die eine Gruppe nennen wir mikrobielle, also durch Mikroorganismen erzeugte, leicht flüchtige Komponenten und die anderen nennen wir Mykotoxine. Mykotoxine sind z. T. ultragiftige Substanzen, wie sie aus der Lebensmittelchemie bekannt sind, die eine sehr starke toxische Wirkung haben können, und zwar in niedrigsten Dosen. Es gibt mehrere Gründe als Ursache für diese Vermehrung von schimmelbedingten Gesundheitsstörungen: Eine Ursache ist ganz sicherlich, dass wir heutzutage Häuser abdichten in der guten Absicht, Wärme und damit Energie zu sparen. Dass es allerdings bei bestimmten Techniken der Abdichtung auch dazu kommt, dass man Feuchtigkeit zurückhält, wo jeder Mensch weiß, dass Feuchtigkeit eine der wenigen Brutbedingungen ist, dass Schimmelpilze übermäßig und überproportional wachsen können." "Das hat aber nichts mit dichten Mauern zu tun", sagt Prof. Karl Gertis vom Fraunhofer Institut für Bauphysik. Selbst dann nicht, wenn sie zusätzlich gedämmt werden. Feuchtigkeit, die Lebensgrundlage des Schimmels, kann so oder so kaum durch das Mauerwerk nach außen dringen. "Die Dämmung der Wand, also die Dämmung der nicht transparenten Teile, kann niemals Schimmelpilz hervorrufen. Im Gegenteil: Sie vermeidet die Gefahr oder sie reduziert die Gefahr. Wenn aber im Gefolge dieser Umbau- oder Erneuerungsmaßnahmen auch zu dichte Fenster eingebaut worden sind, dann bedarf das schon einer näheren Untersuchung." Bausachverständige wie Edmund Bromm sehen das anders. Vernässte Hauswände seien hauptsächlich Folge von zusätzlicher Dämmung, nach der Devise "Viel hilft viel". Feuchtigkeit, die bei ungenügender Lüftung in jeder Wohnung entsteht, könne dann nicht mehr nach außen dringen. Dafür sickere dann aber meist schon bald Regenwasser durch kleine Risse in die Dämmung ein. Die Folge: Algen und Schimmel wucherten außen und innen und die Dämmwirkung gehe verloren. Bei den gängigen Dämmstoffen aus extrahiertem Hartschaum oder Fasermatten würde der Wärmedurchgangskoeffizient, der so genannte "K-Wert", alles gelten, meinen Kritiker. Sie bezweifeln die Formel "Je geringer der K-Wert, umso besser der Dämmstoff. Und je mehr davon, desto besser die Dämmung".
    Der Architekt Konrad Fischer aus Hochstadt a. M. und der Nürnberger Professor Claus Meier stellen diese Formel mit dem "Lichtenfelser Experiment" in Frage. Es soll belegen, dass gängige Dämmstoffe weniger wirken als herkömmliche Baustoffe, wie Vollziegel oder Massivholz. Dazu wird unter jedes Material ein Temperaturfühler gelegt und anschließend mit einer Rotlichtquelle erwärmt. Das Dämmmaterial aus Styropor oder aus Mineralfasern sollte wegen seines geringen K-Wertes weniger Wärme durchlassen als die Massivholzplatte, denn die hat einen hohen, also schlechten K-Wert. Nach zehn Minuten steigt die Temperatur unter dem Styropor aber auf fast 37°, unter der Mineralwolle sogar auf gut 63°. Unter der Holzplatte mit dem hohen K-Wert bleibt es nahezu bei 20°. Die Schlussfolgerung: Ein geringer K-Wert besagt gar nichts.
    (Prof. C. Meier:)
    "Konzentriert man sich jetzt aber ausschließlich auf die Dämmung, also auf den K-Wert, dann ergibt sich folgendes Dilemma: Wenn man ein Koordinatensystem hat, und hier den K-Wert aufträgt und hier die Dämmstoffdicke, dann ist die Funktion des K-Wertes eine Hyperbel. Die Form der Hyperbel bedeutet, dass eine Verdoppelung des Aufwandes, also der Dämmstoffdicke, zur Halbierung des K-Wertes nur führt, und das bedeutet automatisch eine Effizienzgrenze. Insofern hat es energetisch wenig Sinn, unnötig viel Dämmstoff zu verwenden. Ab 6/8 cm hört der Spaß auf. Alles was drüber ist, ist also energetisch eigentlich unnütz und sinnlos." Konrad Fischer propagiert sogar, auf die Leichtbauweise mit modernen Dämmstoffen ganz zu verzichten und stattdessen Häuser wieder aus Vollziegel oder Massivholz zu bauen. "Es gibt ein sehr schönes Beispiel in Hannover, das mein Kollege Fehrenberg untersucht hat. Da hat man für 1 Mio. DM Dämmstoff aufgetragen auf ein Haus von drei bauartgleichen mit 25 Wohneinheiten. Im Ergebnis hat man überhaupt keine Energie gespart. Das lässt sich bis in die jüngsten Jahre nachweisen. Dämmstoff ist wirkungslos energetisch." Wohlgemerkt - das gilt nur für die leichten Dämmstoffe. Beim Fraunhofer Institut verursachen die Kritiker nur Kopfschütteln.
    (Prof. Gertis:)
    "Die Dämmung hat mehrere äußerst positive Folgen: 1) Sie reduziert den Energieverbrauch, führt also zur Energieeinsparung. 2) Sie erhöht die Behaglichkeit in unseren Wohnungen im Komfort ganz entscheidend und 3) Wir müssen Dämmung einsetzen, weil wir sonst unsere ganzen Umweltprobleme nicht lösen können." Andererseits blüht der Schimmel in hunderttausenden gedämmten und abgedichteten Wohnungen. Und das heißt dann:
    "Umweltschutz auf Kosten der Gesundheit?
    Klar, Gesundheit geht vor!"
    Name: Konrad Fischer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.konrad-fischer-info.de

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