Wo bitteschön 22.03.02 15:40:52 MET
ist denn nu das garantierte Versprechen,
* wirtschaftlich zu dämmen?
Und vielleicht auch
* 20 Grad im gem. EnEV ausgebauten Dach bei Hochsommerhitze zu garantieren? Aber ohne Kühlanlage!!
Und bei aller Begeisterung für Rechenansätze: Was ist mit Fehrenbergs Tollenbrink? Warum gibt es (und nicht nur dort, sondern im gesamten Bestand!) keine Energieeinsparung nach Dämmung bei so einer großen Kiste (s. Link)? Das sind die Zahlen bzw. Fakten, die für sich sprechen. Und keiner verqueren Auslegung bedürfen.
Wo ist denn der Praxisbeweis, daß die EnEV-Physik rund um des Kaisers Bart recht hätte? Die virtuellen Hirngespinste überzeugen normale Menschen nur wenig bis gar net. Wir finden in der Baupraxis (damit sieht´s bei den Bauphysikern wohl so dürftig aus, daß man sich mittels Rechentheorien ins Nirwana flüchtet) nur Schimmelbuden, kranke Bewohner, nasse, veralgte, abstürzende und im Brandfall explodierende Dämmfassaden, deren Energiesparaufwendungen bestenfalls für die Katz waren. Bitte geht mal raus aus dem Keller, draußen ist auch noch Leben!
PS. Hört doch auf, unsere Professoren anzupinkeln, nur weil sie mal (übrigens von mir mit allseitig viel gutem Zureden vermittelt, da der Backsteinhersteller wie ich Mitglied bei der IG Bauernhaus ist und so auf meine Erwiderungen auf k-Wert-Fanatismus im Holznagel-Blättchen stieß) bei einem Backsteinproduzenten auftreten durften. Glaubt denn wirklich jemand hier, das sei der schlagende Beweis der Käuflichkeit und hätte auch nur den geringsten Einfluß auf die professoralen Aussagen? Da hätten wir gerne bessere Argumente gehört. Aber das dürfen wir uns bei solch dürftigen "Diskutanten" sicher abschminken. Für wie blöd muß man die hiesigen Mitleser wohl halten, um diese Tour zu reiten?
Weiterführende Links:
- http://www.konrad-fischer-info.de/7fehrtab.htm
Name: Konrad FischerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.konrad-fischer-info.de
Für bewiesen halte ich in diesem Zusammenhang nur 22.03.02 16:02:41 MET
die Gültigkeit des u-wertes für instationäre Vorgänge und die falschen Schlussfolgerungen aus dem "Lichtenfelser Experiment"
Name: Energiesparer
wo finden sie das? 22.03.02 16:53:09 MET
sie berichten von schimmelbuden, kranken bewohnern, nasse, veralgte, abstürzende und im Brandfall explodierende dämmfassaden?
wollen sie jetzt dieses forum mit der gleichen polemik ihrer site schwängern?
Name: Herr Bluecher
"So steht denn die Menschheit mit ihrer unstillbaren ... 22.03.02 19:36:14 MET
"So steht denn die Menschheit mit ihrer unstillbaren Sehnsucht nach Erkenntnis in der Welt, ausgerüstet allein mit ihrer Sprache."
Und auf so etwas Einmaliges sollte man doch acht geben ;-)
Der Autor dieses Textes hat das Hausrecht inne! Bitte halten Sie sich an die von Ihnen akzeptierten Nutzungsbedingungen und die Netiquette!
welch wunderbares zitat... 22.03.02 20:00:12 MET
aber der bezug zwischen mauthner und ziegelphysik? ;-)
zugegeben: eine plattitüde - erkennt aber nicht jeder :-))
so auch die reaktionären irrungen der brennstoffvergeuder...
das 15-liter-haus schönzureden scheint -trotz oder wegen- pseudowissenschaftlicher
irrungen misslungener denn je. unzeitgemäßer denn je - sowieso.
Name: Markus L. SollacherE-Mail-Adresse anzeigen
Was mir immer noch fehlt ist die praktische Seite, wer vergleicht was mit was 22.03.02 21:52:10 MET
Ihr werdet es sehen und dabei erschrecken, wenn ihr den Beitrag im ARD-Globus anschaut.
Ich war dieser Tage mit dabei, wie die Bewohner eines Hauses von ihren Schimmelproblemen berichten.
Es besteht der dringende Verdacht, dass nicht nur diese Bewohner, wegen der Schimmel, sehr große gesundheitliche Probleme haben. Hierbei wurde vieles mit amtlichen Untersuchungen belegt. Ich enthalte mich bewusst jeder Wertung.
Aber alleine schon deswegen, würde ich bitten, nicht um Kleinigkeiten zu streiten.
Lasst uns gemeinsam darüber diskutieren, ob es auch Alternativen gibt.
Mein Beitrag (sehr weit vorne) sollte nicht in die Richtung gehen, ob und welche Dämmung aufgebracht wird, sondern ob hier auch alles richtig gerechnet wird.
Jedem, der am Forum seit längerer Zeit beteiligten, ist klar, dass eine Energieeinsparung notwendig ist.
Ob diese Dämmung aus fossilen Rohstoffen sein muss, wage ich zu bezweifeln. Ob sich Dämmstoffdicken von >20 cm auf ein bestehendes altes Gebäude jemals rechnen, auch das erscheint mir mehr als fraglich.
Genauso mache ich den ausschreibenden Stellen bei der Vergabe einen Vorwurf der billigste muss den Auftrag erhalten. Welcher Murks dabei herauskommt, kann man an sehr vielen Objekten erkennen.
Das hat mit Sicherheit nichts mit den Berechnungen und Empfindungen, der hier widergegebenen Beiträge, sowohl von Herrn Ebel als auch vom Energiesparer und auch nicht`s mit den Experimenten von Herrn Fischer zu tun.
Ich möchte an dieser Stelle doch noch einmal, ein für mich auch überraschendes Ergebnis, vorstellen. Dieses Haus wurde schon vor Jahren mit einem wasserabweisenden Anstich versehen und daraus das Resultat.
Diese Zahlen sprechen für sich.
Das Gebäude in dem ich früher wohnte wurde 1969 gebaut. Der Heizölverbrauch belief sich 1970 auf etwa 43.000 Liter. In den nachfolgenden Jahren betrug der Verbrauch ca. 35.000 Liter.
1986 erfolgte die Reparatur der Fassade und der neue Anstrich. Im darauffolgenden Jahr betrug der Heizölbedarf nur noch 28.000 Liter und sank in der darauffolgenden Zeit sogar bis auf unter 27.000 Liter!
Und daran hat sich bis jetzt noch nichts geändert. Der Verbrauch ist ständig deutlich unter den vorherigen Werten.
Die Diskussion wäre doch wert, nachzu(denken)rechnen, welcher Aufwand zu betreiben ist. Und welches Ergebnis, sich dann errechnet, wenn eine Dämmung in welcher Dicke auch immer, einen weiteren signifikanten Einspareffekt ergibt.
Mir stellt es oft die Haare zu Berge, wenn ich an den Gebäuden vorbeifahre, nachdem eine Dämmung aufgebracht wurde, und mir die ständig geöffneten Fenster ansehe. Mich wundert auch, wenn ich bei Regen mit meinem Hund "Gassi" gehen muss, wie nass die Fassaden sind und wie lange diese feucht bleiben.
Name: Edmund BrommE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.isarbautenschutz.com
Die praktische Seite und ein Verwirrspiel 22.03.02 23:22:56 MET
Die praktische Seite. Darum geht es eigentlich. Wenn aber mit falschen Verallgemeinerungen Unsicherheit provoziert wird, wird es schwer richtig zu handeln.
Sehr geehrter Herr Fischer, Sie erwarten, daß Sie von anderen Ernst genommen werden. Das setzt aber zumindest voraus, das Sie auch die anderen Ernst nehmen. Es geht einfach nicht, daß Sie versuchen sich einer ernsthaften Diskussion zu entziehen mit einer Bemerkung wie "Und bei aller Begeisterung für Rechenansätze".
Beim Bauen spielt Rechnen eine große Rolle. Ein Architekt kann ein noch so schönes Gebäude entwerfen, wenn der Statiker mit seiner Rechnung feststellt, daß es statisch nicht realisierbar ist, dann kann es nicht gebaut werden. Und wenn der Statiker Fehler macht, dann sind Menschenleben gefährdet wie bei der "schwangeren Auster", als diese niedergekommen ist. Wenn Sie nicht rechnen können, bin ich gern mit weiteren Erklärungen behilflich, aber ohne Rechnung kommt man nicht aus - das beweisen schon Ihre Zitate, das viele einen anderen Ausgang des Lichtenfelser Experiments erwartet hätten. Ohne nachzudenken hätte ich vielleicht auch den falschen Ausgang erwartet. Wäre gerechnet worden, wäre der beobachtete Verlauf auch erwartet worden.
Zum Rechnen ein Zitat: "Ein Bauingenieur ist ein ‚Möchtegern-Architekt‘, der am Freihandzeichnen gescheitert ist bzw. ein Architekt ist ein ‚Möchtegern- Bauingenieur‘, der in der Mathematik versagt hat". Aus dem Jahrbuch 1993 (Bautechnik). VDI-Verlag GmbH. Düsseldorf 1993, S. 8. Und Sie sagen ja, daß Sie Architekt sind. Dabei trifft sicher das Zitat nur auf die Wenigsten beider Berufsgruppen zu.
Herr Fischer könnten Sie bitte mal begründen, wieso Sie aus einer 10-min.-Messung auf eine ganze Heizperiode schließen - und selbst eine 36-h-Grenze postulieren. Ich halte das für eine Unverfrorenheit. Dagegen kann ich ganz exakt begründen, warum eine 10-min.-Messung nicht auf eine Heizperiode extrapoliert werden darf!!
Einerseits wollen Sie mit der Aussage des normalen Menschen beweisen, daß unberechnete Erwartung und Realität nicht übereinstimmen müssen, wie der Ausgangs des Lichtenfelser Experiments zeigt - um anschließend mit der Erwartung des normalen die angebliche Realität zu begründen. Beides zugleich geht nicht. Entweder Sie einigen sich darauf, daß eine Erwartung nicht immer der Realität entspricht (wie es auch die Erfahrung zeigt), oder Sie müssen immer dabei bleiben, daß eine Realität so auszusehen hat, wie die Erwartung ist - was natürlich falsch ist.
Ich will hoffen, Herr Fischer, daß Sie besser rechnen können, als in Ihrem Beitrag "Roßtäuscherei". Aus 36 Stunden errechnen Sie, daß die Sonne mehrmals auf- und untergegangen ist. Nach meiner Rechnung ist die Sonne höchstens 2 mal auf- oder untergegangen - niemals beides, denn 36 Stunden sind nur 1,5 Tage und nicht mehrere Tage.
Mit freundlichen Grüßen
Name: Jochen EbelE-Mail-Adresse anzeigenhttp://JEbel.bei.t-online.de