Folie,Anschluß,Kehbalken 11.09.03
Spitzoden über Dachgeschoßwohnung. Kehlbalkendecke . Das alte Problem mit dem luftdichten Anschluss der Dampfbremse vom Spitzboden an die Dampfbremse vom darunter liegenden DG. Erschwerter Anschluss weil Kehlbalken im weg sind .Folie ist zusehen.
Das Dach mit USB . Dachgeschoss Vollsparrendämmung + Dampfsperre .
Spitzboden jetzt auch Vollsparren gedämmt mit Dampfbremse + Latte +. GK.
Fußboden vom Spitzboden gedämmt ( Geschossdecke). Rauspund als Bodenbelag.
Spitzboden wird voll beheizt, ca. 30 qm groß und hat nur das Dach als Außenwand, die Giebelwände bilden benachbarte Wohnungen
Jetzt die große Frage: Dampfbremse über den Fußboden ziehen und mit Folie an Dachschrägen verkleben oder die mühe machen und ca. 20 Manschetten für Kehlbalken basteln (die ganze Siga -Flotte) und Folie an DG -Folie anschließen ?
Der Trockenbauer will die Folie auf den Rauspund über den Boden ziehen ( Rand verkleben, an Treppenöffnung verkleben etc.).
Im Luftdicht.DE Forum - Artikel vom Dipl.-Ing. Herbert Trauernicht, Gebäudemesstechnik vom 8.10.03wurde diese Möglichkeit ebenfalls besprochen und als durchführbar eingestuft. Auch Bau.de Experte Herr N.Basque scheint unter bestimmten Voraussetzungen keine bedenken bei der Ausführung zu haben. (siehe Link
http://www.luftdicht.de/kehlbalkendecke/kehlbalkendecke.htm)
Die andere Möglichkeit halten Experten für fast unmöglich - Luftdichte Manschetten für Kehlbalken zu basteln - ja halten sogar den Schaden durch undichte Stellen für sehr hoch.
Einer sagt bloß nicht die Folie über den Boden ziehen dann sind die ganzen Balken eingepackt - wenn da noch Restfeuchte im Holz ist die kommt nie mehr raus....
Der andere sagt wenn da mal Feuchte rein kommt... die kommt auch nicht mehr raus...
Einer sagt bloß keine Manschetten basteln die Folie bekommst du nie an alle Kehlbalken Luftdicht verklebt.
Der andere sagt legt doch OSB auf den Rauspund und kleb die Folie darauf und verklebe die Fugen der OSB...
Aber verdammt noch mal irgendwie muss ich doch die Luftdichtigkeit herstellen !
Und bitte jetzt keine Antworten wie, habe bedenken, weiß nicht, könnte mir vorstellen,
habe ein Problem damit... etc !
Das hilft mir jetzt nicht weiter. Ich benötige Aussagen bzw. Erfahrungen von Leuten die das schon mal praktiziert haben und sowohl positives als auch negatives berichten können.
Jungs gebt alles....
Gruß aus Hamburg, Stefan Kock
Name: Stefan Kock
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- also praxisgerecht.... 12.09.03
ist die variante mit der dampfbremse über den spitzboden boden (blödes wort)..... wird in unserer Region oft so praktiziert!!!
stellen wir mal zusammen....
vorteile bei dieser ausführung:
geringes risiko von fehlstellen und damit hohe luftdichtigkeit
einfache ausführung
nachteile:
kehlbalkenlage ist in die dachkonstruktion eingebunden
evtl. probleme mit restfeuchte
ich persönlich würde es unter folgenden vorraussetzungen so machen:
USB ist diffusionsoffen (restfeuchte sollte zügig entweichen können)
dampfbremse sd>100m
die variante mit der osb platte auf dem spitzboden funktioniert auch, jedoch ist hierbei zu beachten, dass der sd-wert innen im verhältnis zu außen groß genug wird....
die dampfbremse durch die kehlbalkenlage zu pfrimeln und das ganze auch noch luftdicht halte ich für unmöglich!!!
Haben jetzt bei einem neubau die kehlbalkenlage mittels zuganker zwischen die mittelpfetten und einen streifen dampfbremse vor den sparren aufgelegt.....man kann jetzt einen super anschluß zwischen og und spitzboden herstellen.... ich würde sagen, das ist das non plus ultra.... geht halt nur, wenn man gut plant und der zimmermann mitspielt (wer nicht mitspielt bekommt halt keinen auftrag!)
so, ich hoffe das hilft weiter
gruß
thomas gebhardt
Name: Gebhardt Thomas
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- Anmerkung 12.09.03
Die Geschichte mit dem Diffusionswiderstand der OSB-Platten ist vollkommen unbedenklich, da die um die Kehlbalken herum geführte Luftdichtungsebene ja eigebtlich vollständig im beheizten Raum liegen. Es gibt also über die Fläache gesehen kein Temperaturgefälle im Bauteil und damit auch keinen Tauwasserausfall.
Eine diffusionsoffen Unterspannbahn (auf der Oberseite der Kehlbalken?) macht keine Sinn, da in diesem Fall im Anschlussbereich Sparren-Kehlbalken die Konstruktion auf der Oberseite zwar luftdicht, aber nicht dampfbremsend ist und es hier zu einem erhöhten Feuchteeintrag kommen kann - der Dachspitz ist ja ebenfalls beheizt.
Eine Dampfsperre auf der Unterseite der Konstruktion ist ebenfalls nicht zwingend notwendig, obwohl natürlich möglich. Genauso möglich, ohne das auch nur im Ansatz ein Problem zu erwarten wäre, ist es auf der Ober- und Unterseite OSB-Platten (z.B. OSB/3 12mm) oder Baupapiere oder beliebige Kombinationen aus beidem anzuordnen.
Voraussetzung ist wie immer, dass alles luftdicht untereinander und auch an die Dampfbremsen des Schrägdaches angeschlossen wird. Das geht übrigens auch bei OSB-Platten.
Sie können die Kehlbalken auch allseitig mit Folie einpacken. Aber dann muss das Holz trocken sein (und damit meine ich nicht nur in den obersten 1-2 cm 18 % rel. Holzfeuchte).
Grüße
Name: Michael Förster
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http://www.proclima.de
- versteh ich nicht.... 12.09.03
um die konstrution luftdicht zu bekommen muß auf die kehlbalkenlage oben was drauf (folie, osb, etc.)- oder liege ich jetzt falsch?
natürlich gibt es twischen og und spitzboden kein temperaurgefälle, aber im bereich der mittelpfette ist die dämmung auch nur 18 oder 20 cm stark.... somit muß m.E. die kehlbalkenlage mit in die dachkonstruktion integriert werden, da an dieser stelle das temperaturgefälle vollstädig vorhanden ist und überschlägig bei einer dachkonstruktion ohne jegliche dampfbremse die dämmstärke ca. 3m betragen müßte um einen tauwasseranfall zu verhindern(natürlich abhängig vom gesamtaufbau)!!!
gruß
tg
Name: Gebhardt Thomas
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- nachtrag! 12.09.03
mit der diffusionsoffenen usb war gemeint, dass das dach nach außen schön offen gehalten sein soll (z.B. pavatex) um die restfeuchte entweichen zu lassen.....
hat mit innen nix zu tun!!!
tg
Name: Gebhardt Thomas
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- Hallo Herr Gebhardt 12.09.03
eigentlich dachte ich, dass ich alles erwischt hätte: Ober- und unterseitig OSB-, Baupapier, Folie ...
Und es geht auch nicht immer darum die Konstruktion tauwasserfrei zu halten, sondern möglichst große Rücktrocknungsreserven zu haben (aber das steht auf einem anderen Blatt). Deswegen ist die Aussage, dass die Dampfsperre sd > 100 m haben müssten nicht ganz richtig (es könnte sich ja auch um Zellulose handeln und um eine Konstruktion ohne Holzschutzmittel).
Das mit der Unterspannbahn ist anders bei mir angekommen.
OT: Ah, jetzt weiß ich, was vielleicht etwas mißverständlich war. Generell muss natürlich die Luftdichtungsebene ober- und unterseitig vorhanden sein - aber es muss nicht notwendigerweise eine Dampfsperre sein (sd > 100 m). Im Gegenteil ist es besser, wenn die Rücktrocknungsmöglichkeiten in alle Richtungen möglichst groß sind und gleichzeitig der Feuchteeintrag verringert wird. Und das geht mit einer Dampfsperre eben nicht.
Grüße
Name: Michael Förster
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http://www.proclima.de
- klärung? 12.09.03
Moin Herr Förster,
irgendwie scheinen Sie mir hier zu schwimmen.
1. Niemand fordert eine Luftdichtigkeit auf beiden Seiten der Konstruktion.
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2. Wrum Feuchtigkeit in eine Konstruktion hineinlassen, die nachher mühsam versuchen muß wieder herauszukommen?
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3. Dampfsperren erst ab Sperrwert größer 1.500m.
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4. Die Mähr der Rücktrocknung nach innen ist bei objektiver Betrachtung Blödsinn. Selber erlebt: Holzkonstruktion war vielleicht ein wenig zu feucht (nicht nass) eingebaut worden. Im Sommer "stand" Wasser auf der angeblich so tollen Dampfbremse. Es war Wasser in tropfbarer Form, mithin zu groß zum Diffundieren.
Einmal angefallende Feuchtigkeit vagabundiert in der Konstruktion hin und her. Auch bei ener sog. diffusionsoffenen Unterspannung/-deckung, deren "Sperrwerte ja sehr gering sein sollen. Ein Austrocknen dauert unter Umständen mehrere Jahre. Hier bei können durchaus Schäden an der Konstruktion entstehen.
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Ich will damit sagen, daß es bei bereits eingebauten Schäden durch zu feuchte Konstruktionsbauteile völlig wumpe ist, welche Dampfbremse Sie verwenden. Das ist eine reine Glaubensfrage und der kann bekanntlich Berge versetzen, wie man im medizinischen Bereich sehr schön an den Placebos erkennen kann.
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Wichtig ist mithin die Luftdichtigkeit raumseits der WD und nichts anders.
M. f. G.
stefan ibold
Name: Stefan Ibold
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http://www.planungsgruppe-dach.de
- alles klar.... 12.09.03
ist eben nicht ganz einfach bei solch komplexen dingen alles klar zu formulieren....
betrachten wir nochmal 2 varianten....
1. so wie ich ihre verstanden habe, würde diese wie folgt aussehen:
alle dachschrägen innen mit dampfsperre (entsprechender sd-wert abhängig von gesamtkonstrution) und die kehlbalkenlage ober und unterseitig mit z.b. osb luftdicht an die dampfsperre angeschlossen - richtig?
dann wäre die folge, dass feuchtigkeit aus dem innenraum in die dachkonstr. rein aber auch wieder raus kann - eigentlich nicht schlecht.... - aber laufe ich dann nicht gefahr, dass bei sehr geringen außentemperaturen die luftfeuchtigkeit in der konstruktion an der kalten usb anfriert und dann bei höheren temperaturen schmilzt und in der dämmung hängt?
2. dampfsperre an den schrägen, unter- und óberseitig der kehlbalkenlage
ok, die restfeuchteproblematik ist gegeben, aber es kann keine luftfeuchte aus dem innenraum in die dachkonstruktion, somit sollte sich, sofern die usb funktioniert die restfeuchte nach außen entweichen und sich in der dämmebene die luftfeuchtigkeit nur nach den äußeren luftfeuchtigkeitsverhälnissen regulieren.... dies bedeutet, dass die dachkonstruktion im prinzip strohtrocken sein wird, da bei innentemp. > außen der druck nach außen geht und somit keine feuchtigkeit in die konstr. kommt und bei temp. innen < außen (sommer) zwar feuchtigkeit rein kommt aber in den übergangsphasen (herbst/frühjahr) leicht entweichen kann.... wenn jedoch die luftfeuchtigkeit von innen mitreinspielt (variante1), habe ich eine "variable" mehr zu beachten....
liege ich falsch? bitte um antwort, da mir diese geschichte für zukünftige planungen sehr wichtig ist und die mir ft kopfzerbrechen bereitet.....(irgendwie scheint es keine 100%-ige lösung zu geben) - sollten wir in zukunft ´vielleicht doch auf massivdächer umsteigen?
gruß
tg
danke
tg
Name: Gebhardt Thomas
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