Ständerwand vor Ziegel-Außenwand entfernen? 24.03.10
Sehr geehrte Experten,
wir besitzen eine Wohnung in einem Altbau von 1904. In zwei Zimmern wurde im Rahmen einer Renovierung vor unserer Zeit (90er Jahre) eine Ständerwand innen vor die Ziegel-Außenwand gestellt (es klingt hohl, wenn man klopft).
Ich habe nun gelesen, dass solche Konstruktionen nicht ohne sind im Hinblick auf mögliche Schimmelbildung an der verdeckten Wand und auch an der Ständerwand.
Ich habe nun sowieso vor, den Boden auszutauschen und überlege daher, auch die Ständerwände zu entfernen und die Originalwand neu zu veputzen.
Würden Sie dies empfehlen oder sollte ich alles so lassen wie es ist, da mich bei Entfernen "Schlimmes" erwartet, das hinter der Ständerwand grundsätzlich gut aufgehoben(= ansonsten nicht die Substanz schädigend) ist?
Über Ihre Experten-Einschätzung würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank vorab und beste Grüße
Klaus
Name: Klaus
- wech damit 24.03.10
gerade auch dann,
wenn Sie den Boden rausmachen und die Wände neu verputzen wollen.
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Etwas vorsichtig aufmachen und nachschauen, ob wirklich Schimmel dahinter ist.
Ist auch Dämmung drin?
Wie stark ist die Vorwand denn?
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Grüße aus EF
Name: Uwe Michael Filusch
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- Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Filusch. Ich ... 24.03.10
Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Filusch.
Ich habe keine Ahnung, ob eine Dämmung drin ist bzw. wie stark die Vorwand ist. Ich weiss noch nicht mal, warum sie überhaupt da vorgesetzt wurde; ich habe nur wenig Positves über derlei Konstruktionen gelesen.
Die Idee mit dem Aufmachen und Nachschauen werde ich angehen, wenn die Zimmmer ausgeräumt sind. Falls alles O.K. dahinter ist, könnten dann die Konstuktion so erhalten bleiben?
Freundliche Grüße
Klaus
- Hallo Klaus, 24.03.10
Fragen Sie doch mal den Vorbesitzer welchen Zweck die Vorwände hatten!
Vielleicht laufen da ja auch Leitungen dahinter lang?
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Wenn der Fußboden raus muss kommt die Wand doch sicher gleich mit hinterher!
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Oder es wird anschließend nicht mehr richtig dicht.
Oder es gibt dann Risse.
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Alles nur schadensträchtig.
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Name: Uwe Michael Filusch
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- Zusatzinfo: Aufbau der Wand ermittelt! 27.03.10
Die Vorstellwand wurde laut Voreigentümerin zu Dämmzwecken eingebaut, da der Raum drei Außenwände hat und darunter ein ungedämmter Keller liegt (weshalb die Kellerdecke nicht von unten gedämmt wurde, kann ich nicht nachvollziehen, habe ich mir für demnächst vorgenommen).
Nun habe ich mal den Aufbau ermittelt, in dem ich eine Steckdose abgenommen habe: Die Wand hat eine Dicke von 2,2 cm, wobei sie aus zweich Schichten zu bestehen scheint: Vorne eine dünne Putz(?)schicht, die gestrichen ist, dann Styropor. Der Abstand zur Außenwand beträgt im Bereich der Steckdose 4,8 cm. Die Außenwand ist zumindest in diesem Bereich staubtrocken.
Ich würde mich auf ein Feedback vor dem Hintergrund dieser Zusatzinfo sehr freuen. Vielen Dank vorab!
Freundliche Grüße
Klaus
- Das war jetzt aber (nur) eine Stichprobe!? 27.03.10
Steckdose nicht mit luftdichtem Einsatz?
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Machen Sie doch erst mal wie geplant den Fußboden raus...
und ...sehen... dann weiter.
-
Grüße
Name: Uwe Michael Filusch
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- Wand kommt weg; wie geht's weiter? 29.03.10
Vielen Dank für die Tipps, die Entscheidung steht: Die Vorstellwand wird entfernt.
Nun würde ich mich über einen Rat freuen, wie es dann weitergeht.
Zur Raumsituation: es handelt sich um einen Raum mit drei Außenwänden, wobei nur (!?) zwei Außenwände mit der Vorstellwand innengedämmt waren. Die Außenmauer besteht aus Ziegeln (ca. 50 cm).
Nun habe ich zwei Ideen:
a) Verzicht auf eine Innendämmung und Anbringen von Lehmputz, so dass die Energieeffiziens etwas schlechter wird, dafür aber die Schimmelgefahr sinkt. Hier ist die Frage, ob ein Verzicht auf die Innendämmung Probleme mit sich bringen könnte, wobei ich nicht glaube, dass die 2 cm Styropor der Bringer waren.
b) Verwendung eines rein mineralischen Innendämmputzes (Fa. Klimasan; Klimasan I, wirkt dämmend und nimmt bis zu 20 l Wasser auf und gibt dieses wieder ab) auf den zwei Außenmauern, die vorher mit den Ständerwänden verschalt waren (die dritte Außenmauer, die einzige Wand mit Fenster, war bislang nicht innengedämmt und unproblematisch, daher würde ich sie gerne so lassen).
Es ist nun so, dass die Holzbalkendecke 30 cm abgehängt wurde mit Rigipsplatten und die Innendämm-Vorstellwände nur bis unter diese Platten reichen (wurden nach dem Abhängen angebracht). Reicht es aus, die Putzdämmung wiederum nur bis unter die Rigipsplatten zu ziehen? Die Räume über uns sind beheizt und bewohnt.
Man liest auch immer von der Verschiebung des Taupunktes. Dies kann ich nachvollziehen bei der jetzigen Konstruktion. Gilt dieses Problem auch bei Option b?
Ich würde mich über Ihren Expertenrat sehr freuen.
Freundliche Grüße
Klaus